06.12.2018
Wem ‚gehört‘ die Teilhabe? Nutzen, Bereitstellung und Verfügbarkeit von Teilhabe als Allgemeingut
Die Fellow-Gruppe des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik hat gemeinsam mit der Abteilung Sozialrecht die Tagung „Wem ‚gehört‘ die Teilhabe? Nutzen, Bereitstellung und Verfügbarkeit von Teilhabe als Allgemeingut“ am 6. bis 7. Dezember 2018 veranstaltet. Dabei wurde Teilhabe aus verschiedenen fachlichen Perspektiven betrachtet. Die Referentinnen und Referenten sprachen unter anderem über die Bedeutung von Teilhabe aus verfassungsrechtlicher Sicht, die sozialethische Entdeckung der Teilhabe, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, den Ausgleich durch Teilhabe bzw. die Teilhabe durch Ausgleich sowie die Chancen und Grenzen der politischen Teilhabe und über das neue Bundesteilhabegesetz. Das Ziel der Tagung war einen multidisziplinären Blick auf den populären Teilhabebegriff zu werfen, um auf der Basis dieser Analyse „Teilhabe“ als Vision und als Agent besser zu verstehen und eventuell auch messbar und bewertbar zu machen. Ein Blick in die Zukunft, was nach der Teilhabe kommen wird, wurde ebenso gewagt.Im Jahr 2019 wird ein Tagungsband veröffentlicht werden.
11.10.2018
Ausgezeichnete Doktorarbeit
Für seine Dissertation wird Dr. Stefan Stegner, ehemaliger Mitarbeiter des Instituts, mit dem Promotionsförderpreis 2018 der Münchener Universitätsgesellschaft ausgezeichnet. Unter der Betreuung von Prof. Ulrich Becker, Direktor am MPI für Sozialrecht und Sozialpolitik, analysierte Stegner den Wandel der deutsch-polnischen sozialversicherungsrechtlichen Beziehungen im Zeitraum vom Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei verband er geschichtswissenschaftliche Archivarbeit mit sozialrechtlicher Dogmatik und staatswissenschaftlicher Theorie. Seine Arbeit mit dem Titel "Zwischen Souveränität und Ökonomie" ist kürzlich im Nomos-Verlag erschienen.
11.10.2018
Besserer Sozialschutz für die moderne Arbeitswelt
Das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik hat zusammen mit der Université Rennes 1 untersucht, ob die sozialen Schutzsysteme in Europa flexibel genug sind, um den veränderten Arbeitsmarktbedingungen und den immer wechselhafteren Berufslaufbahnen der Menschen Rechnung zu tragen. Die Ergebnisse sind jetzt in dem Buch "Erwerbsverlauf und sozialer Schutz in Europa" erschienen. Schwierigkeiten bestehen vor allem hinsichtlich der Reintegration älterer Arbeitnehmer in das Berufsleben – was angesichts des anhaltenden Trends zu steigenden Lebensarbeitszeiten problematisch ist. Im Mittelpunkt der dreisprachigen Beiträge (deutsch, englisch und französisch) stehen Frankreich und Deutschland – zwei Staaten mit einem konservativen Sicherungsmodell, das fast ausschließlich an den Arbeitnehmerstatus gekoppelt ist. Anhand von Norwegen und den Niederlanden werden zudem Einblicke in zentrale Reformtendenzen gegeben. Zur Verlagsseite
11.10.2018
Prof. Börsch-Supan wird Mitglied der Rentenkommission
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, als Rentenexperten in die neue Rentenkommission berufen. Ziel der Kommission ist es, Wege für eine nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025 zu finden und damit das Fundament für einen neuen Generationenvertrag zu schaffen. Weitere Informationen
11.10.2018
Das Institut bei den Münchner Wissenschaftstagen 2018
Über die Forschung des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik können sich Besucherinnen und Besucher der Münchner Wissenschaftstage von 10. – 13. November 2018 informieren. Das Institut beteiligt sich an den Wissenschaftstagen, die in diesem Jahr das Schwerpunktthema "Arbeitswelten – Ideen für eine bessere Zukunft" haben, mit einem interaktiven Stand. In der Alten Kongresshalle haben Interessierte zwischen 10 und 19 Uhr die Gelegenheit, ihr Wissen bei einem Quiz auf die Probe zu stellen und Tests aus einer wissenschaftlichen Studie an sich selbst auszuprobieren. Prof. Ulrich Becker, Direktor am Institut, wird zudem am Dienstag, 13. November, um 14:30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Chancen und Risiken von Erwerbsmigration: Was bringt ein Einwanderungsgesetz?" halten. Homepage der Münchner Wissenschaftstage
11.10.2018
Gutachten zur Bedarfsplanung
Ein zeitnaher Zugang zu medizinischer Versogung ist nicht in allen Regionen und zu jeder Zeit gegeben. Dies ist eines vieler Ergebnisse des Gutachtens zur Weiterentwicklung der Bedarfsplanung, das die sozialrechtliche Abteilung des Instituts zusammen mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen erstellt hat. Der juristische Teil konzentriert sich dabei auf die Untersuchung der verfassungsrechtlichen Vorgaben und die rechtliche Bewertung von Weiterentwicklungsoptionen. Das Gutachten hatte der Gemeinsame Bundesausschuss in Auftrag gegeben. Zusammenfassung des Gutachtens