Die Vermessung des Glücks im Alter | Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - MPISOC
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27.09.2021 / Sozialpolitik (MEA)

Die Vermessung des Glücks im Alter

Sind Schweden im Alter zufriedener als Deutsche? Wie lässt sich das messen? Und machen Kinder glücklich? Antworten auf diese Fragen gibt unser Wissenschaftler Dr. Thorsten Kneip in der neuen Folge von "Ach, Mensch!", einer Podcast-Reihe der Max-Planck-Gesellschaft über die Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Erkenntnisse zur Lebenszufriedenheit im Alter basieren auf der groß angelegten Langzeitstudie Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE), die von der sozialpolitischen Abteilung des Instituts, dem Munich Center for the Economics of Aging koordiniert wird.

SHARE erforscht mittels regelmäßiger Interviews das Leben europäischer Bürger/innen im Alter von 50 Jahren oder älter aus gesundheitlicher, sozialer, wirtschaftlicher und umweltbezogener Perspektive. Die interdisziplinäre Studie ermöglicht Wissenschaftler/innen sowie politischen Entscheidungsträgern tiefe Einblicke in das institutionelle Gefüge der sozialen Sicherung, insbesondere das öffentliche Gesundheitswesen, und die sozio-ökonomischen Lebensumstände von Menschen in 28 europäischen Ländern und Israel.

Die fortlaufenden Interviews und institutionellen Unterschiede zwischen den Ländern ermöglichen es, die Ursachen von Änderungen in der Lebenssituation der Menschen herauszuarbeiten. Mithilfe des umfangreichen Datenschatzes beleuchten Forscher/innen unter anderem die Wechselwirkungen von sozialen Beziehungen, materieller Absicherung und physischer und mentaler Agilität, etwa die Auswirkungen des Renteneintritts auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die langfristigen gesundheitlichen Folgen von Elternschaft. So haben die Wissenschaftler/innen anhand der SHARE-Daten beispielsweise herausgefunden, dass vor allem Männer im Hinblick auf ihre Gesundheitsentwicklung und, in der Folge, auch hinsichtlich ihrer Lebenszufriedenheit im Alter von ihren Kindern profitieren.

Podcast

Über die Studie SHARE

SHARE-Forschungsergebnisse