14.11.2025
(K)ein Leben in Würde? Systeme der Mindestsicherung oft unzureichend
Neue Studie des Instituts zeigt gravierende Lücken auf - Die Leistungen des in jüngster Zeit vielfach kritisierten Bürgergelds liegen unterhalb der nationalen Armutsgefährdungsgrenze. Insofern ist fraglich, ob diese Mindestsicherung das vom Bundesverfassungsgericht im Jahr 2010 als Grundrecht anerkannte „menschenwürdige Existenzminimum“ gewährleisten kann. Aber nicht nur hierzulande bleibt die Bekämpfung der Armut ein unerreichtes Ziel. Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik zeigt: In 16 untersuchten Ländern werden die Systeme der Mindestsicherung ihrem
30.10.2025
Religiöse Trägerstrukturen und die staatliche Neutralität - ein Spannungsfeld?
Welche Rolle spielen weltanschaulich und religiös begründete Wertvorstellungen für die Übernahme von sozialer Verantwortung durch den Staat? Das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik geht dieser Frage mit der Vortragsreihe „Ethische und Religiöse Grundlagen des Sozialstaats“ nach, die am 13. Oktober 2025 mit einem Vortrag durch Prof. Dr. Heinrich de Wall (FAU Erlangen-Nürnberg) startete. Der renommierte Kirchen- und Staatsrechtler beleuchtete in seinem Vortrag das Spannungsfeld, das sich aus sozialstaatlichem Auftrag, religiös geprägten Trägerstrukturen und der staatlichen
26.09.2025
Der EU-Haushalt braucht eine Generalüberholung
LSE-Professor Iain Begg lotet Möglichkeiten für ein effektiveres Finanzierungsmodell der EU aus - Der EU-Haushalt ist regelmäßig ein Stein des Anstoßes – insbesondere für die Nettozahler unter den Mitgliedstaaten. Als die Europäische Kommission im Juli ihre Vorschläge für den Finanzrahmen 2028 – 2034 vorlegte, habe „die niederländische Regierung nur eineinhalb Stunden gebraucht, um abzulehnen“, berichtete Prof. Iain Begg vom European Institute der London School of Economics and Political Science (LSE) in seinem Vortrag am 16. September in München. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe
31.07.2025
Welche Folgen hat KI für die Patientenautonomie?
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin bietet große Chancen – aber auch Risiken. Welche Gefahren für die Autonomie der Patienten und Patientinnen bestehen, wenn in die Diagnose und die Entscheidung über eine Behandlung KI einbezogen wird, hat unser Wissenschaftler Dr. Christian Günther in seiner Arbeit „ Artificial Intelligence, Patient Autonomy and Informed Constent “ untersucht. In der neuen Folge der Podcast-Reihe „Ach Mensch!“ von detektor.fm spricht er mit Moderatorin Jessica Hughes über seine Forschungsergebnisse und die zentrale Frage: „Was macht KI mit der Patientenautonomie
03.06.2025
„Zuwanderung muss anders gesteuert werden“
Schon lange sucht die Politik nach schnellen und effektiven Mitteln, um Migration zu regulieren und insbesondere irreguläre Migration zu begrenzen. Wie die Eilentscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts jetzt erneut gezeigt hat, steht jede Maßnahme jedoch unter dem Vorbehalt, dass die Rechte von Schutzbedürftigen gewahrt bleiben. Wie Zuwanderung in der EU besser und dennoch rechtskonform gesteuert werden kann, erklärte Prof. Ulrich Becker, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, in einem Interview im Vorfeld der Entscheidung über die EU-Asylreform => zum Interview
29.05.2025
Türkei-Korrespondent des Instituts mit Humanitätsmedaille ausgezeichnet
Die Stadt Linz verlieh dem Türkei-Korrespondent unseres Instituts, Prof. Dr. Alpay Hekimler, jetzt die Humanitätsmedaille. Sie würdigt damit seine wissenschaftliche Arbeit sowie sein grenzüberschreitendes Engagement für Bildung und Verständigung. Der Arbeits- und Sozialrechtler initiierte wissenschaftliche Kooperationen und Austauschprogramme zwischen Universitäten in der Türkei und Österreich und habe damit „ein Klima des gegenseitigen Verständnisses geschaffen“, hieß es in der Laudatio. Der in Deutschland geborene Wissenschaftler förderte im Laufe seiner Karriere gezielt den wissenschaftlichen