Einfluss der COVID-19 Pandemie auf informelle Pflege in Europa | Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - MPISOC
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13.04.2021 / Sozialpolitik (MEA)

Einfluss der COVID-19 Pandemie auf informelle Pflege in Europa

Eine neue MEA-Studie, die auf Daten aus dem SHARE Corona Survey basiert, hat untersucht, wie sich die COVID-19 Pandemie auf die private Pflege auswirkt und liefert neue Einblicke in die Situation von Pflegenden und Pflegeempfängern quer durch Europa.


Die Studie von Bergmann & Wagner vom Munich Center for the Economics of Aging (MEA) betrachtet den Einfluss der Pandemie auf die Situation der informellen Pflege in Europa während der ersten Welle im Frühling 2020, indem sie die Herausforderungen von Pflegenden und Pflegeempfängern in den Blick nimmt. Die Ergebnisse der Studie zeigen insbesondere, dass erwachsene Nachkommen ihre Eltern seit Beginn der Pandemie mehr pflegen und, dass sich die psychische Belastung dieser Pflegenden erhöht hat. Zusammengefasst finden die Wissenschaftler heraus:

  • Jeder fünfte Pflegeempfänger berichtete seit dem Ausbruch der Pandemie von Schwierigkeiten, angemessene häusliche Pflege zu erhalten.
  • Menschen mit Schwierigkeiten häusliche Pflege zu erhalten gaben an, mehr medizinische Behandlungen abzusagen, mit der Begründung, Angst vor einer COVID-19 Infektion zu haben.
  • Mehr als jede zweite Person 50+, die ihre Eltern pflegt, berichtete von einer Zunahme der Pflegetätigkeit, wegen der COVID-19 Pandemie.
  • Menschen, die die Pflegetätigkeit für ihre Eltern aufgrund der Pandemie erhöhten, fühlten sich annähernd doppelt so oft depressiv und ängstlich im Vergleich zu denen, bei denen dies nicht der Fall war.m

>> Lesen Sie mehr in unserer Zusammenfassung auf der SHARE Webseite.

>> Lesen Sie die Studie: Bergmann, Michael; Wagner, Melanie: "Caregiving and care receiving across Europe in times of COVID-19". MEA Discussion Paper No. 03-2021. Munich Center for the Economics of Aging (MEA). Munich.