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Re-examining female labor supply responses to the 1994 Australian pension reform

Inhalt

Viele Staaten versuchen durch eine Anhebung des Renteneintrittsalters eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit zu erreichen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie solche Maßnahmen die Rentenentscheidungen beeinflussen. In diesem Beitrag untersuche ich die Auswirkungen einer großen australischen Reform auf das Arbeitsangebot, mit der das Rentenalter von Frauen von 60 auf 65 Jahre angehoben wurde. Atalay und Barrett (2015) haben diese Auswirkungen anhand von wiederholten Haushaltsbefragungen und einem "Difference-in-differences"-Design untersucht, bei dem Kohorten von Männern die Vergleichsgruppe bilden. Ihren Ergebnissen zufolge hat die Reform die Erwerbsbeteiligung von Frauen um geschätzte 12 Prozentpunkte erhöht. Auf der Grundlage weiter zurückreichender Daten kann ich eine Verletzung der zugrundeliegenden Annahme paralleler Trends vor der Reform – aufgrund eines starken Frauen-spezifischen Trends bei den Erwerbsquoten in den relevanten Kohorten –  nachweisen. Unter Berücksichtigung dieses Trends sinkt der geschätzte Effekt auf die Frauenerwerbsbeteiligung um zwei Drittel auf ein statistisch nicht mehr signifikantes Niveau. Dieser Befund verweist auf die Wichtigkeit einer sorgfältigen Überprüfung und Kontrolle kohortenspezifischer Trends bei der Bewertung von Rentenreformen, die in der Regel über die Kohorten hinweg stufenweise eingeführt werden.

Publikationsdetails
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Todd Morris

2019
Max Planck Institute for Social Law and Social Policy, Munich Center for the Economics of Aging (MEA)
München
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