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Nachrichten 2018

Das Institut bei den Münchner Wissenschaftstagen 2018

Über die Forschung des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik können sich Besucherinnen und Besucher der Münchner Wissenschaftstage von 10. – 13. November 2018 informieren. Das Institut beteiligt sich an den Wissenschaftstagen, die in diesem Jahr das Schwerpunktthema "Arbeitswelten – Ideen für eine bessere Zukunft" haben, mit einem interaktiven Stand. In der Alten Kongresshalle haben Interessierte zwischen 10 und 19 Uhr die Gelegenheit, ihr Wissen bei einem Quiz auf die Probe zu stellen und Tests aus einer wissenschaftlichen Studie an sich selbst auszuprobieren. Prof. Ulrich Becker, Direktor am Institut, wird zudem am Dienstag, 13. November, um 14:30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Chancen und Risiken von Erwerbsmigration: Was bringt ein Einwanderungsgesetz?" halten.

Ausgezeichnete Doktorarbeit

Für seine Dissertation wird Dr. Stefan Stegner, ehemaliger Mitarbeiter des Instituts, mit dem Promotionsförderpreis 2018 der Münchener Universitätsgesellschaft ausgezeichnet. Unter der Betreuung von Prof. Ulrich Becker, Direktor am MPI für Sozialrecht und Sozialpolitik, analysierte Stegner den Wandel der deutsch-polnischen sozialversicherungsrechtlichen Beziehungen im Zeitraum vom Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei verband er geschichtswissenschaftliche Archivarbeit mit sozialrechtlicher Dogmatik und staatswissenschaftlicher Theorie. Seine Arbeit mit dem Titel "Zwischen Souveränität und Ökonomie" ist kürzlich im Nomos-Verlag erschienen.

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Max-Planck-Tag: Forschung zum Anfassen

Welche Rolle spielen Sozialleistungen im Europa von morgen? Wie lässt sich die Rente zukunftssicher gestalten? In welchen Ländern ist der Zugang zu innovativer Krebsdiagnostik am besten? Antworten auf diese und andere Fragen erhielten die Besucherinnen und Besucher des Max-Planck-Tags am 14. September 2018. In ganz Deutschland präsentierten Max-Planck-Institute ihre Forschung - so auch das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München.

Impressionen vom Max-Planck-Tag
Mexikanische Regierung ehrt Dr. Diana López-Falcón

Dr. Diana López-Falcón, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, wird von ihrem Heimatland Mexiko für ihre herausragenden beruflichen Leistungen mit der Auszeichnung "Distinguished Mexican" geehrt. Mit dem Preis, einer eigens geprägten Silbermedaille, würdigt die mexikanische Regierung das Engagement von im Ausland lebenden Landsleuten. Er wird vom Außenministerium in Abstimmung mit anderen Institutionen wie dem Institut für Mexikaner im Ausland (IME) und dem Nationalen Fraueninstitut (INMUJERES) verliehen.

Bundesforschungsministerin Karliczek besucht Institut

Bundesministerin Anja Karliczek informierte sich zusammen mit der bayerischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Marion Kiechle, am Münchner Max-Planck-Institut (MPI) für Sozialrecht und Sozialpolitik über SHARE, ein europaweites Forschungsprojekt, das die Auswirkungen des demographischen Wandels untersucht. In diesem Zusammenhang besprach die Forschungsministerin mit Prof. Axel Börsch-Supan, einem der beiden Institutsdirektoren, die Themen Altersvorsorge, Versicherungen sowie die Zukunft des Alterns und der Arbeit, zu denen am MPI geforscht wird.

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Das Institut trauert um Prof. Bernd Baron von Maydell

Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Baron von Maydell ist nach einem ereignisreichen, erfüllten und höchst erfolgreichen wissenschaftlichen Leben verstorben. Er wurde 1992 zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und zum Direktor des Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, das damals noch Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht hieß, berufen. Bernd von Maydell leitete es bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002, blieb ihm aber noch viele Jahre danach durch einen intensiven wissenschaftlichen und persönlichen Austausch verbunden. Als Institutsdirektor hat er, wie zuvor schon als Professor an der Freien Unversität Berlin und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, nicht nur das deutsche, europäische und internationale Sozialrecht mit geprägt, sondern sein Wissen auch Regierungen und nationalen wie internationalen Organisationen zur Verfügung gestellt. Von Maydells vielfältige Aktivitäten waren auch getragen von dem Anliegen, durch Sozialrecht zum sozialpolitischen Fortschritt beizutragen.

Diversität in der Wissenschaft

Die Fellow-Gruppe des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik hat gemeinsam mit den Lehrstühlen für Diversitätssoziologie der Technischen Universität München (TUM) und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck einen Workshop zum Thema "Diversität in der Wissenschaft: Grundlagen, Forschung und Implementation" veranstaltet. Dabei wurden zahlreiche bestehende und geplante Forschungsvorhaben diskutiert und mithilfe verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen (u.a. Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Anthropologie) auf Diversitätsaspekte untersucht.
Die Last pflegender Ehepartner mindern

Um den steigenden Kosten einer alternden Bevölkerung entgegenzuwirken, sind in vielen Ländern Tendenzen der De-Institutionalisierung, Privatisierung und Vermarktung formaler Pflege zu beobachten. Die Ergebnisse einer neuen Studie von Melanie Wagner, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, und Martina Brandt deuten darauf hin, dass eine umgekehrte Strategie vorteilhafter wäre. Sind leicht zugängliche formale Pflegeangebote vor Ort vorhanden, steigert dies insbesondere das Wohlergehen von pflegenden Ehepartnern, die die Hauptlast tragen. Die Wissenschaftlerinnen verwendeten Daten aus dem Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE), der am Institut koordiniert wird.

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