Dänische „Ghetto-Initiativen“ und der Wandel der sozialen Bürgerschaft (2004-2018) | Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - MPISOC
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01.08.2019 - 31.05.2020 / Grundlagen des Sozialstaats

Dänische „Ghetto-Initiativen“ und der Wandel der sozialen Bürgerschaft (2004-2018)

Das dänische Staatsbürgerschaftsideal des 20. Jahrhunderts konzentrierte sich auf eine aktive, in Vollzeit arbeitende Bevölkerung. In den 1990er Jahren führte die dänische Politik nicht nur Maßnahmen der Beschäftigungsförderung ein, sondern startete auch eine Reihe von „Ghetto-Initiativen“, die darauf abzielten, eine hohe Arbeitsmarktbeteiligung in einkommensschwachen Wohngegenden mit hohem Anteil an Migranten zu erzielen. Trotz der großen Aufmerksamkeit, die Dänemarks Ghetto-Initiativen über die Landesgrenzen hinaus erhielten, wurden ihre spezifischen rechtlichen Mechanismen und ihr Verhältnis zu den Idealen des dänischen Wohlfahrtsstaates bisher nicht aus wissenschaftlicher Perspektive untersucht. Das Forschungsprojekt will diese Lücke schließen und eine eingehende Untersuchung dieser Initiativen aus rechtlicher und konzeptioneller Sicht vorlegen. Erste Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Critical Social Policy veröffentlicht.

Ansprechpartner
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Dr. Anika Seemann, LL.M. (Cantab)

Publikationen

Seemann, Anika:
The Danish ‘Ghetto Initiatives’ and the Changing Nature of Social Citizenship, 2004-2018, in: Critical Social Policy, 41 (2021) 4, S. 586–605.