Die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Gestaltung des Sozialschutzes in Bulgarien | Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - MPISOC
Home

Dissertationen

Die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Gestaltung des Sozialschutzes in Bulgarien

Mit der Trennung vom Arbeitsrecht wurde der Sozialschutz in Bulgarien in den 1990er Jahren als eigenständiger Bereich etabliert. Das Konstrukteure des Sozialschutzsystems hatten die schwierige Aufgabe, sich mit einer Reihe tiefer gesellschaftlicher Probleme auseinanderzusetzen, z.B. stark steigenden Arbeitslosenzahlen und einer alternden Bevölkerung, was die öffentlichen Finanzen erheblich belastete. Diese Faktoren führten zu zahlreichen Reformbemühungen im Sozialschutz, die in den folgenden Jahren fortgesetzt und intensiviert werden mussten. Im Zuge des Umbaus des Sozialschutzsystems waren die wichtigsten Veränderungen jedoch oft von wirtschaftlichen Überlegungen gekennzeichnet. Die Sozialschutzreformen umfassen aber nicht nur finanzielle Aspekte, sondern werfen auch eine Vielzahl von Rechtsfragen auf. Ein Verständnis dieser Rechtsfragen erfordert die Aufdeckung der normativen Grundlagen des Sozialschutzsystems.

Die Forschungsarbeit beschäftigt sich daher mit der Frage, wie die Verfassungsgrundlagen die Gestaltung des Sozialschutzes in Bulgarien geprägt haben. Untersucht wird unter anderem die Systematisierung des aktuellen Sozialschutzes im Staat und die Definition des verfassungsmäßigen Einflusses auf die Gestaltung des Sozialschutzes. Darüber hinaus wird auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Vorrangstellung des Völkerrechts, das Teil der nationalen Rechtssphäre geworden ist, gegenüber dem gewöhnlichen Recht auch untersucht, wie solche völkerrechtlichen Instrumente die Gestaltung des Sozialschutzsystems zusätzlich beeinflusst haben.

Autor(en)
Petrova-Teodora-2

Teodora Petrova