Akzeptanz und Erstattung ethisch umstrittener medizinischer Verfahren im öffentlichen Gesundheitswesen | Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - MPISOC
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Gesundheitsrecht, Doktorandenkolleg: "Gesundheitsrecht"

Akzeptanz und Erstattung ethisch umstrittener medizinischer Verfahren im öffentlichen Gesundheitswesen

Innovationen im Gesundheitswesen sind oft umstritten und wecken ethische Debatten über die Auswirkungen ihrer Verbreitung auf die moralischen Werte der Gesellschaft. Insbesondere im Bereich der Reproduktions- und Gentechnologie könnte die Berücksichtigung von (bio-)ethischen Fragen die Akzeptanz und Erstattungsfähigkeit im öffentlichen Gesundheitssystem beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt, inwieweit die Bewertung ethischer Aspekte eine Rolle bei der Entscheidungsfindung über die Übernahme medizinischer Innovationen in das Gesundheitswesen spielt und ob dies in einer Weise geschieht, die mit dem grundlegenden normativen Rahmen der Rechtsstaatlichkeit vereinbar ist. Zu diesem Zweck ist es notwendig, den Grundsatz der ethischen Neutralität des Staates zu beleuchten und zu diskutieren, inwieweit der Staat eine bestimmte ethische Sichtweise in seine Entscheidungen und die Wahl seiner Regulierungsmechanismen integrieren kann.

Als Fallstudien werden ausgewählte künstliche Fortpflanzungstechnologien herangezogen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf zwei im Bereich der Diagnostik entwickelten Techniken liegt (präimplantationsgenetische Diagnostik und nicht-invasive pränatale Tests).

Autor(en)
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Irene Domenici

Vorträge
Irene Domenici
Bioethical questions and the public healthcare systems
Irene Domenici
Tecnologie sanitarie innovative: il diritto di fronte all’incertezza etica e scientifica