The (Option-)Value of Overstaying | Munich Center for the Economics of Aging - MEA
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The (Option-)Value of Overstaying

Inhalt

Asylsuchende mit einem abgelehnten Gesuch stellen drei von fünf illegalen Migranten in Deutschland. Ziel dieses Papiers ist es, die Ex-ante-Rendite von Asylsuchenden bei Überschreitung der Aufenthaltsdauer zu berechnen. Es stützt sich auf eine einzigartige Erhebung, die die Schätzung eines strukturellen Modells über die Entscheidung zum Überschreiten der Aufenthaltsdauer ermöglicht. Das vorgeschlagene Modell sieht diese Entscheidung als ein Problem der Nutzenmaximierung und übersetzt sie in ein generalisiertes Roy-Modell mit Unsicherheit über die endgültige Wahl des Sektors. Als einen wichtigen Beitrag zur Literatur schlägt das Papier moderate Bedingungen für die nichtparametrische Identifizierung mehrerer Objekte von Interesse vor, einschließlich der Verteilung von ex ante geldwerten Vorteilen in der Population, nichtmonetären Kosten, Überschüssen und dem Optionswert, der durch die Chance des zukünftigen Erhalts eines Aufenthaltstitels entsteht. Die Schätzung wird mit einem semiparametrischen Schätzverfahren durchgeführt. Die Ex-ante-Überschüsse von Aufenthaltsüberschreitungen sind überwiegend positiv, aber in der Bevölkerung sehr heterogen. Die geldwerten Vorteile erklären einen bescheidenen Teil dieser Überschüsse. Im Gegensatz dazu ist der Optionswert eine wichtige Komponente der erwarteten Erträge. Afghanische Asylsuchende sind bereit, lange Zeit mit einem prekären Status zu verbringen, um schließlich das Bleiberecht und die damit verbundenen Vergünstigungen zu erhalten.

Publikationsdetails
Romu-2

Romuald Méango

2020
Max Planck Institute for Social Law and Social Policy, Munich Center for the Economics of Aging (MEA)
Munich
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