Kann die Finanz- und Sozialpolitik die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung auf den Arbeitsmarkt lindern? | Munich Center for the Economics of Aging - MEA
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Kann die Finanz- und Sozialpolitik die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung auf den Arbeitsmarkt lindern?

Inhalt Dieser Beitrag versucht, die wichtigsten Auswirkungen der Bevölkerungsalterung auf den Arbeitsmarkt zu studieren und daraus Konsequenzen für die Finanzpolitik im weitesten Sinne zu ziehen. Der Beitrag zeigt, daß es neben dem sattsam diskutierten alterungsbedingten Anstieg der Beitrags- und Steuerlast, der den Keil zwischen Brutto- und Nettolohn weiter wachsen läßt, zwei weitere wichtige Politikfelder gibt, die zunehmende Beachtung finden sollten. Erstens wird der Rückgang der Erwerbstätigen pro Kopf der Bevölkerung nicht durch Kapitalintensivierung auszugleichen sein. Vielmehr muß die Arbeitsproduktivität über diesen Mechanismus hinaus steigen, um die Auswirkungen der Alterung auf das Inlandsprodukt zu kompensieren. Der stärkeren Akkumulation von Humankapital durch Aus- und Weiterbildung kommt daher ein hoher Stellenwert auch und gerade angesichts der Bevölkerungsalterung zu. Zweitens wird die Altersstrukturverschiebung die Struktur der Güternachfrage ändern und daher sektorale Beschäftigungseffekte induzieren. Diese erweisen sich als groß, so daß eine höhere Mobilität der Beschäftigten als derzeit erforderlich ist. Sie sollte durch die Finanzpolitik zumindest nicht behindert werden.
Publikationsdetails
Boersch-Supan

Axel Börsch-Supan

2002
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