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From Asylum Seekers to Illegal Migrants: The intention to overstay of Afghan asylum seekers in Germany

Inhalt

Asylsuchende mit einem abgelehnten Gesuch stellen drei von fünf illegalen Migranten in Deutschland. Diese Untersuchung wirft ein Licht auf die Motive hinter der Entscheidung von Asylsuchenden, trotzdem im Land zu verbleiben. Hierzu wurde eine Umfrage unter afghanischen Asylsuchenden in drei deutschen Großstädten durchgeführt, um ihre subjektiven Überzeugungen zur Chance, das Bleiberecht in Deutschland zu erhalten, das wahrgenommene Risiko einer Abschiebung und Erfolgsaussichten struktureller Integration im Zusammenhang mit dem Rechtsstatus zu erheben. Dies beinhaltete eine randomisierte kontrollierte Studie, in der die Hälfte der Teilnehmer Informationen über den tatsächlichen Anteil an Abschiebungen erhielten. Darüber hinaus wurde die Verweilabsicht unter verschiedenen hypothetischen Szenarien erhoben. Nach den von uns gesammelten Daten haben afghanische Asylsuchende nach oben verzerrte Überzeugungen hinsichtlich des Risikos einer Abschiebung. Die Bereitstellung von Informationen über den tatsächlichen Anteil der Abschiebung an der Bevölkerung hat keinen nennenswerten Einfluss auf diese Überzeugungen oder auf die Absicht, länger zu bleiben. Die wahrgenommene Chance, das legale Bleiberecht zu erhalten, ist ein entscheidender Faktor für die Verweilabsicht. Darüber hinaus finden wir erhebliche Unterschiede in subjektiven Überzeugungen und Verweilabsichten zwischen den untersuchten Städten.

Publikationsdetails
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Romuald Méango

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May Khourshed

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Diana Maria López-Falcón

2020
Max Planck Institute for Social Law and Social Policy, Munich Center for the Economics of Aging (MEA)
Munich
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