Forschung | Munich Center for the Economics of Aging - MEA
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Die Forschungsaktivitäten des MEA sind in sechs Forschungsbereichen organisiert:

Der Forschungsbereich Alterssicherung und Sozialpolitik analysiert die bestehenden sozialen Sicherungssysteme und die Wechselwirkung zwischen ihnen und der privaten Ersparnisbildung. Hier werden die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Finanzierbarkeit und Ausgestaltung der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungssysteme studiert und erforscht, wie und warum Haushalte sparen. Wichtige Hilfsmittel dabei sind das Simulationsmodell MEA-PENSIM, das auf offiziellen und MEA-eigenen Bevölkerungs- und Erwerbstätigkeitsprognosen aufbaut, eigene Umfragen über die Reformwilligkeit der Bürgerinnen und Bürger Europas und die SAVE-Studie, innerhalb derer eine longitudinale Datenbank zur Haushaltsersparnis aufgebaut wird.

Die Migrationsabteilung wurde erst kürzlich MEA hinzugefügt. Allgemein konzentriert sich ihre Forschung dabei auf Migrationsbewegung nach Westeuropa und insbesondere nach Deutschland. Unser Ziel ist dabei zu verstehen, welche Fähigkeiten und Erwartungen die Migranten mitbringen, und wie sie in ihrem Humankapital investieren. Dieses Verständnis kann dazu beitragen reibungslose Integrationspolitiken zu gestalten, was langfristig gesehen den Druck auf europäische Sozialsysteme verringert.

Die Life-Cycle Decisions Abteilung untersucht, welche Auswirkungen individuelle Lebenszyklusentscheidungen sowie soziale und ökonomische Institutionen zusammen mit dem demographischen Wandel auf einzelne Personen sowie die gesamte Wirtschaft haben. Microökonomische und macroökonomische Perspektiven werden für diese Zwecke angewandt und mitunter kombiniert. Forschungsbeispiele sind Studien über Sparvermögen, Gesundheit und Langzeitpflege, Erwerbsbeteiligung und Ruhestandentscheidungen zusammen mit Studien über time-inconsistent Verhalten. Diese Studien sind essenziell für die Bewertung der Wirtschaftsleistung, Veränderungen von Ungleichheiten, des Altersarmutsrisikos sowie der Nachhaltigkeit der Rentensysteme in Zeiten des demographischen Wandels.

Der Forschungsbereich Gesundheitsökonometrie untersucht die bislang noch kaum erforschten Wechselwirkungen zwischen der Ökonomie und ökonomischen Entscheidungen einerseits und Morbidität und Mortalität andererseits. Konkret sind dies z.B. die Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Einkommenshöhe über den Lebenszyklus, mit ihren Auswirkungen auf das Renteneintrittsalter, die Bezugszeit von gesetzlichen und privaten Renten, und die Funktionsweise von Annuitätenmärkten.

Der Forschungsbereich Makro Implikationen des demografischen Wandels untersucht die gesamtwirtschaftlichen Implikationen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt, die Kapitalmärkte und die Produktmärkte.

Das Projekt SHARE, an dem über 150 Wissenschaftler/innen aus 20 Ländern beteiligt sind, führt eine Panelumfrage über Gesundheit, Alterung und Pensionierung in Europa durch. Die daraus gewonnenen Daten liefern neue Einblicke in die komplexen Abhängigkeiten zwischen ökonomischen, gesundheitlichen, psychologischen und sozialen Faktoren und damit über die Lebensqualität älterer Menschen in Europa.

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Meldungen

SHARE wird zu einer zentralen Säule der Corona-Forschung in Europa

12.08.2020

Die Europäische Kommission verkündete die Förderung des SHARE-COVID-Forschungsprojekts zur Untersuchung der gesundheitlichen, verhaltensbezogenen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie


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