28.04.2023
Klimaschutz-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts: Verpflichtungen auch für den Sozialstaat?
In seiner vielfach als epochal bezeichneten Klimaschutz-Entscheidung vom 24. März 2021 entnimmt das Bundesverfassungsgericht dem Grundgesetz ein Abwehrrecht gegen die drohende Zerstörung der Grundlagen unserer freiheitlichen Ordnung. Das Neue daran ist, dass bereits eine Grundrechtsgefährdung unter bestimmten Voraussetzungen einem Grundrechtseingriff gleichgestellt wird. Lassen sich aus diesem zukunftsbezogenen Grundrechtsschutz auch konkrete Verpflichtungen für den Sozialstaat ableiten? Dieser Frage ist Prof. Ulrich Becker in einem Aufsatz nachgegangen, der nun auch in englischer Sprache
22.11.2022
Andreja Krzic Bogataj ist "Junge Juristin des Jahres 2022"
Wir gratulieren Dr. Andreja Krzic Bogataj zur Auszeichnung "Junge Juristin des Jahres 2022"! Sie erhielt den Preis der Vereinigung der slowenischen Juristen für ihre am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik entstandene Doktorarbeit " Klägerfreundlichkeit als Prinzip des Sozialgerichtsverfahrens: Ein deutsch-slowenischer Rechtsvergleich ". In der 2021 beim Nomos-Verlag veröffentlichten Arbeit, die als e-book auch open access erhältlich ist, geht Andreja Krzic Bogataj vor dem Hintergrund der vielfältigen Problemlagen von Rechtsuchenden in sozialrechtlichen Streitigkeiten der Frage nach
08.07.2022
COVID-19-Krise erhöht weltweit Druck auf Sozialschutzsysteme
Die staatlichen Maßnahmen gegen das Coronavirus, insbesondere flächendeckende Lockdowns, haben die Mechanismen der Marktwirtschaft phasenweise außer Kraft gesetzt. Viele Menschen standen über Nacht unverschuldet ohne Arbeit und Einkommen da. Wie stark und erfolgreich das Sozialrecht dazu beigetragen hat, während der Pandemie Existenzen zu sichern, hat ein Forschungsteam um Prof. Ulrich Becker , Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, untersucht. In Zusammenarbeit mit Rechtswissenschaftler/innen weltweit konnte die vergleichende Studie, die bereits im Frühjahr 2020
11.03.2022
Regulierungsprobleme bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie
Die COVID-19-Pandemie hat die bedeutende Rolle gesetzlicher Maßnahmen in einer globalen Gesundheitskrise in den Vordergrund gerückt – sei es auf internationaler, europäischer oder nationaler Ebene. Fünf Doktorandinnen und Doktoranden der sozialrechtlichen Abteilung des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik haben im Rahmen des Projekts " The Fragmented Nature of Pandemic Decision-Making " gemeinsam mit Wissenschaftler:innen des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht verschiedene Aspekte von Regulierungsproblemen bei der Bewältigung der Pandemie
16.02.2022
Renten-Atlas auf 28 Staaten aus drei Kontinenten erweitert
Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik veröffentlicht 2. Welle der Pension Maps - Die Rentenversicherung und ihre nachhaltige Finanzierung sind in Deutschland regelmäßig Zankapfel der Politik. Aber wie gestalten eigentlich andere Länder die Altersvorsorge ihrer Bürger:innen? Und was lässt sich bei einem Blick über den Tellerrand lernen? Der Renten-Atlas des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, der jetzt auf 28 Länder erweitert wurde, gibt einen leicht verständlichen Überblick über verschiedene Alterssicherungssysteme und ermöglicht es, diese miteinander zu
13.01.2022
ERC Starting Grant für Dr. Simone Schneider
Das Forschungsprojekt von Dr. Simone Schneide r über die "(Fehl-)Wahrnehmung von wirtschaftlicher Ungleichheit" (PERGAP) wird in den kommenden fünf Jahren mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Zusammen mit einem eigenen Forscherteam wird Simone Schneider am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik insbesondere den Einfluss wohlfahrtsstaatlicher Institutionen auf die soziale Wahrnehmung und Präferenzbildung untersuchen. Diskussionen über zunehmende Einkommensungleichheiten weltweit haben im Zuge der COVID19-