11.12.2014
Savings in times of demographic change: Lessons from the German experience
MEA Discussion Paper 18-2014 von Axel Börsch-Supan, Tabea Bucher-Koenen, Michela Coppola und Bettina Lamla - Abstract Pension reforms in many developed countries make individuals shoulder a bigger share of longevity and income risks. The desired response is that individuals accumulate private assets for retirement. Whether this actually takes place, is of paramount relevance for scientists and policy makers. We take Germany as an example: Twenty years of pension reform have transformed the monolithic German pension system into a multi-pillar system. Formerly generous public pension benefits are gradually being reduced, while substantial incentives are granted to occupational and private saving schemes. Has this transition worked out? We survey the reform steps and household’s reactions: How did individuals adjust their labor market behavior? How did private and occupational pension plans take off? How do behavioral adjustments vary in the population? Most Germans adapted to the new situation. Both actual and expected retirement decisions changed and the share of households without supplementary pensions decreased from 73% to 39% in little more than a decade. This is a remarkable success. Nonetheless, households with low education, low income and less financial education did neither adjust their retirement behavior nor pick up supplementary pension plans and are thus likely to face difficulties in bridging the gap arising in future pension income. Das vollständige Discussion Paper finden Sie hier .
10.12.2014
Die 1000. SHARE Publikation
Wir freuen uns über die eintausendste Publikation unter Verwendung von SHARE Daten - " Born at the right time? Childhood health and the business cycle. " von V. Angelini und J.O. Mierau, erschienen in der Zeitschrift Social Science and Medicine (2014). Link zur SHARE Seite
24.11.2014
Die Rente mit 63: Wer sind die Begünstigten? Was sind die Auswirkungen auf die Gesetzliche Rentenvesicherung?
MEA Discussion Paper 17-2014 von Axel Börsch-Supan, Michela Coppola und Johannes Rausch - Zusammenfassung In diesem Beitrag identifizieren wir zum einen mit Hilfe von Daten der Deutschen Rentenversicherung (FDZ-RV) die Versicherten, die von der neuen „Rente mit 63“ profitieren. Zum anderen analysieren wir die Auswirkungen der „Rente mit 63“ auf die Finanzsituation der Gesetzlichen Rentenversicherung, insbesondere auf die mittel- und langfristige Entwicklung des Rentenniveaus und des Beitragssatzes. Unter der Annahme, dass die neue Vergünstigung auch voll in Anspruch genommen wird und dass es weder eine namhafte zusätzliche Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung noch signifikante zusätzliche finanziellen Anreize durch die Arbeitgeber zum Weiterarbeiten geben wird, zeigen unsere Analysen, dass das Klischee vom „Arbeiter, der 45 Jahre lang malocht und dafür seine Gesundheit verschlissen hat“ keinesfalls korrekt ist. Diejenigen, die von der Reform profitieren, sind im Durchschnitt Versicherte mit höheren Rentenansprüchen. Diese eher besser Verdienenden haben im Schnitt zudem deutlich kürzere sozialversicherungspflichtige Erwerbszeiten aufzuweisen als 45 Jahre: für Männer liegt der Durchschnitt bei 38 Jahren, für Frauen bei 35 Jahren. Die von uns analysierten Daten liefern auch keine Evidenz dafür, dass Personen, die eine Wartezeit von 45 Jahren erfüllen, am Ende des Erwerbslebens häufiger krank sind. Das Gegenteil ist der Fall. Was die Auswirkungen auf die Gesetzliche Rentenversicherung angeht, zeigen unsere Simulationen, dass die „Rente mit 63“ zu einem höheren Beitragssatz und zu einem niedrigen Rentenniveau im Vergleich zu einer Situation ohne die Reform führt. Die Auswirkungen der „Rente mit 63“ auf den Beitragssatz werden durch die Fortschreibungsvorschriften des allgemeinen Bundeszuschusses gedämpft. Zur Finanzierung des höheren Bundeszuschusses müssen jedoch entweder die Steuern erhöht werden oder an anderer Stelle Einsparungen im Staatshaushalt erfolgen. Somit sind nicht nur die Versicherten in der Gesetzlichen Rentenversicherung, sondern alle Bürgerinnen und Bürger an der Finanzierung beteiligt. Diejenigen Rentner, die nicht von der Reform profitieren, bezahlen zudem langfristig mit geringeren Renten für die Reform. Das vollständige Discussion Paper finden Sie hier .
14.08.2014
Dr. Martina Brandt folgt Ruf an die Technische Universität Dortmund
Lehrstuhl für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften - Dr. Martina Brandt, Assistant Coordinator Research bei SHARE, wird zum Oktober 2014 ihre Professur für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an der Technischen Universität Dortmund antreten. Dr. Martina Brandt beschäftigt sich im Rahmen der Lebenslaufsoziologie insbesondere mit dem Einfluss von Sozialpolitik auf Arbeit, Familie und Gesundheit in Europa. "Ich möchte gerne die intensive internationale Zusammenarbeit zwischen Soziologen, Demographen, Epidemiologen, Gerontologen und Ökonomen weiterführen und die Kooperation zwischen dem Munich Center for the Economics of Ageing und dem soziologischen Institut der Technischen Universität Dortmund mithife gemeinsamer Forschungsprojekte und Workshops begründen", erläutert Dr. Martina Brandt ihre Pläne.