Nachrichten 2017

Versagt die EU im Kampf gegen Arbeitslosigkeit?

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine der größten Errungenschaften der europäischen Integration, erklärt Prof. Ulrich Becker in der Sendung "Dossier Politik" auf Bayern2. Allerdings dürfe dadurch nicht die Sozial- und Wirtschaftsordnung in den Mitgliedstaaten in Frage gestellt werden. Um einen besseren Schutz aller EU-Bürger im Falle von Arbeitslosigkeit zu gewährleisten, regt Becker die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung an.
Auszeichnung für Anastasia Poulou

Für ihre Dissertation erhielt Anastasia Poulou, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, den Preis der Deutsch-Griechischen Juristenvereinigung (DGJV). Die Auszeichnung wird für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die deutsch-griechischen Rechtsbeziehungen in besonderem Maße förderlich sind. In ihrer Arbeit mit dem Titel "Der Schutz sozialer Grundrechte in Zeiten der Krise. Zur Rekonzeptualisierung der sozialen Dimension Europas" analysiert Poulou, ob die im Rahmen der Eurokrise unter anderem in Griechenland und Portugal durchgeführten Sparmaßnahmen einen Verstoß gegen individuelle und soziale Grundrechte darstellen und wer dafür zur Verantwortung gezogen werden kann: die Unionsorgane, die Sparmaßnahmen vorgeschrieben haben, oder die Krisenstaaten selbst.

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Bayerische Staatsmedaille für Prof. Börsch-Supan

Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, wurde mit der bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste ausgezeichnet. Die bayerische Staatsregierung würdigte damit seine beispielhaften Forschungsarbeiten, u.a. im Bereich sozialer Sicherungssysteme.

Bilder der Verleihung finden sich hier.
Dynamisierung des Rentenalters 2:1

Die BILD Zeitung berichtete am 24. Januar 2017 unter dem Stichwort „Die 2:1 Formel / die neue Rentenformel" über einen Vorschlag, den Prof. Axel Börsch-Supan bereits 2007 machte und der u.a. von der OECD (2011) und dem wissenschaftlichen Beirat beim BMWI in einem Gutachten (2016) aufgegriffen wurde. Anlass für die aktuelle Berichterstattung der BILD war eine Stellungnahme von Börsch-Supan, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am 23. Januar.

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