Forschungsprofil

Auszug aus Art. 20 des deutschen Grundgesetzes
Auszug aus Art. 20 des deutschen Grundgesetzes

Zielsetzung

Inhaltlich beschäftigt sich die Forschung der Abteilung für ausländisches und internationales Sozialrecht in erster Linie mit dem Sozialleistungsrecht, beschränkt sich dabei aber bewußt nicht auf einzelne Teilgebiete. Denn damit wäre eine doppelte Gefahr verbunden: sowohl das im Hintergrund der Gewährung von Sozialleistungen stehende jeweilige Konzept sozialer Interventionen und damit der Sozial- oder Wohlfahrtsstaatlichkeit als auch die immer stärker sichtbar werdenden Verschränkungen zwischen verschiedenen Sozialleistungssystemen aus dem Blick zu verlieren.

Methodisch steht der Vergleich im Mittelpunkt, sowohl zwischen verschiedenen Rechtsordnungen als auch zwischen den verschiedenen Stufen der Normenhierarchie innerhalb einzelner Rechtsordnungen.

Forschungsansätze

Das Sozialrecht ist durch seine Funktion geprägt. Es unterliegt wegen seiner Abhängigkeit von wie seiner Bezugnahme auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Verhältnisse einem steten Wandel. Deshalb lassen sich Erkenntnisse über seine Eigenheiten, aber auch seine grundlegenden Entwicklungsstränge vor allem aus der Beobachtung seiner Änderungsprozesse gewinnen. Zu Analysezwecken kann dabei zwischen drei Arten von Prozessen unterschieden werden, wenn sich auch diese Prozesse überschneiden und miteinander verwoben sind:

Europäisierung und Internationalisierung des Sozialrechts
Umbau von Sozialleistungssystemen in entwickelten Staaten
Transformation von Sozialleistungssystemen in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern

 
loading content