Ziele der Studie

  • Verbesserung des Zugangs zu medizinischen Innovationen
  • Einführung „individualisierter“ Medizin in die GKV-Versorgung
  • Regelungsvorschlag auf der Grundlage eines Rechtsvergleichs über In-vitro-Diagnostika

Ansprechpartner

Dr. Simone von Hardenberg
Email: hardenberg@mpisoc.mpg.de

Publikation

Simone von Hardenberg und Philipp Wien: Companion Diagnostics: Sozialrechtlicher Reformdruck vor dem Hintergrund aktueller medizinischer Entwicklungen. In: GuP - Gesundheit und Pflege (Jahrgang 7), Baden-Baden: Nomos, 2017.

Gefördert von

In-vitro-Diagnostika

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Regulierung innovativer In-vitro-Diagnostika

Molekulare Diagnostik in Form der In-vitro-Diagnostika wird immer wichtiger. Gemeint sind damit insbesondere diagnostische Labortests, die darauf abzielen, molekularbiologische und genetische Informationen über einen Patienten zu erhalten. Diese Informationen werden genutzt, um Behandlungen „individuell“ auf die Krankheit eines Patienten zuzuschneiden und damit einen größeren Behandlungserfolg als bei einer Standardtherapie zu erzielen.

In einem öffentlichen Gesundheitssystem sollen einerseits Patienten einen möglichst schnellen Zugang zu solchen innovativen Gesundheitsleistungen erhalten. Dieser muss aber andererseits hinreichend kontrolliert und für das System finanzierbar sein. Dementsprechend sind verschiedene, mitunter gegenläufige Interessen miteinander zu vereinbaren. Dafür wiederum bedarf es geeigneter rechtlicher Regelungen, die in der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung bezogen auf innovative In-vitro-Diagnostika fehlen.

Das Ziel des Projekts besteht darin, für die Einbindung neuartiger diagnostischer Leistungen in die Gesetzliche Krankenversicherung einen rechtspolitischen Verbesserungsvorschlag zu erarbeiten, der die gegensätzlichen Interessen angemessen ausgleicht. Dazu werden mithilfe eines Rechtsvergleichs ausgewählter Länder unterschiedliche Lösungswege daraufhin analysiert, ob und auf welche Weise der angestrebte Ausgleich bei innovativen In-vitro-Diagnostika erreicht wird. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen genutzt werden, ohne die eine Integration medizinischer Forschung in die Gesundheitsversorgung nicht gelingen kann. Das Forschungsprojekt wurde unterstützt durch die Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.

 
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