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Nachrichten 2016

Sozialrechtsexperten aus Russland und Deutschland diskutieren die Verantwortung des Arbeitgebers für sozialen Schutz

Führende Experten des Arbeits- und Sozialrechts aus Russland und Deutschland haben sich am 9. Dezember im Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik über die Verantwortung des Arbeitgebers für den sozialen Schutz in beiden Ländern ausgetauscht. Problematisiert wurden neben der Beitragspflicht der Arbeitgeber die in Russland aus der UdSSR teilweise erhalten gebliebene Pflicht des Arbeitgebers zur Auszahlung von sozialen Leistungen. Zugleich erhielten die russischen Teilnehmer einen Überblick über die in Deutschland angewandten Regelungsmechanismen zur Einbindung der Arbeitgeber in die Sozialversicherung. Gemeinsamkeiten in beiden Rechtsordnungen konnten bei den Folgen der Nichterfüllung der Arbeitgeberpflichten im Bereich der Zahlung von Beiträgen zur Sozialversicherung festgestellt werden. In beiden Ländern soll sich dies grundsätzlich nicht zum Nachteil der Versicherten auswirken, wobei das Verfassungsgericht der Russischen Föderation in einer Entscheidung aus dem Jahr 2007 durch die Verpflichtung des Staates zur „Nacherfüllung“ der von Arbeitgebern nicht gezahlten Beiträge sogar über die in Deutschland geltende Rechtslage hinausgegangen ist. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Tagungsband veröffentlicht.

Olga Chesalina, Referentin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, moderierte die Diskussion mit den russischen Wissenschaftlern Alexander Kurennoy (Mitte) und Evgenii Khokhlov.

Katharina Crepaz erhält Förderpreis

Das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik gratuliert Katharina Crepaz, PhD, zum Friedwart Bruckhaus-Förderpreis der Hanns Martin Schleyer-Stiftung. Die Wissenschaftlerin der Max Planck Fellow-Gruppe erhielt die Auszeichnung für Ihren Beitrag "Unabhängigkeitsbewegungen in der EU: Differenzierte Integration und ,Europa der Regionen' als Gegenmodell?", der 2015 in dem Band "Der Anfang vom Ende? Formen differenzierter Integration und ihre Konsequenzen" erschienen ist. Crepaz untersuchte darin den Reformbedarf der europäischen Institutionen vor dem Hintergrund eines subsidiären Politikansatzes. Laudator Rupert Scholz, Bundesminister a.D., erklärte, Crepaz habe mit konstruktiven Gestaltungsansätzen für mehr regionale Selbstverwaltung in der EU wichtige Impulse geliefert.

Der ehemalige Bundesminister Prof. Rupert Scholz hielt die Laudatio auf Preisträgern Katharina Crepaz.

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Christian Hunkler vertritt Professur in Konstanz

Dr. Christian Hunkler, Leiter des Fachbereichs "Makro Implikationen des demografischen Wandels" der sozialpolitischen Abteilung des Instituts (MEA), vertritt im Wintersemester 2016/2017 die Professur für Mikrosoziologie an der Universität Konstanz.

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Die Irrtümer in der Rentendebatte

In der aktuellen Rentendiskussion begehen selbst Experten oftmals gravierende Denkfehler, stellen Axel Börsch-Supan, Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, und Friedrich Breyer, Professor für Wirtschafts- und Sozialpolitik der Uni Konstanz, fest. In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung korrigieren die Wissenschaftler fünf der meistverbreiteten Irrtümer in der Rentendebatte.

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Weitere Informationen zum Thema Rente
Neues Projekt zu Schutzrechten von Migranten

Die sozialrechtliche Abteilung des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik startet ein neues Projekt zum Thema Migration. Zusammen mit der US-amerikanischen University of California, Davis, untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie Staaten auf Krisenmigration reagieren. Von besonderem Interesse ist zum einen die Frage, wie das Recht bestimmte Personengruppen konstruiert, beispielsweis als Asylberechtigte oder Geduldete. Zum anderen wird durchleuchtet, welche sozialen Schutzrechte mit dem jeweiligen Status einhergehen. In den Vergleich einbezogen werden neben den USA und Deutschland auch Schweden, Italien und Griechenland. Darüber hinaus sollen auch die Erfahrungen afrikanischer Staaten Berücksichtigung finden.

Jahresbericht der MPG

Der aktuelle Jahresbericht der Max-Planck-Gesellschaft steht nun als Download zur Verfügung. Zu lesen ist darin auch ein Beitrag von Prof. Ulrich Becker über die Schwierigkeiten für den Flüchtlingsschutz in Europa.

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Erforschung alternder Gesellschaften wird verbessert

Dank der Erweiterung der SHARE-Studie auf alle EU-Mitgliedsstaaten können zukünftig die gemeinsamen Herausforderungen alternder Gesellschaften besser erforscht und bewältigt werden.„Wir haben es geschafft, auch die letzten verbleibenden EU-Staaten in die Studie einzubinden. Das ist eine bedeutende Neuerung, die es uns künftig gestatten wird, alternde Gesellschaften in der gesamten Europäischen Union zu untersuchen“, sagt Axel Börsch-Supan, wissenschaftlicher Koordinator der Studie.

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Armut an der Wurzel bekämpfen

Dem Risiko der Altersarmut muss effektiv begegnet werden. Besser geeignet als Reformen der Rentenversicherung sind Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie eine wirksame Integration von Migranten, erklärt Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, in einem Beitrag.

Discussion Paper "Armut im Alter"
FAZ-Gastbeitrag "Wie Manna vom Himmel"
Martin Spindler folgt Ruf an die Universität Hamburg

Dr. Martin Spindler, Wissenschaftler der sozialpolitischen Abteilung (MEA) des Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, hat einen Ruf der Universität Hamburg angenommen. Er wird dort den Lehrstuhl für Statistik mit Anwendung in der Betriebswirtschaftslehre übernehmen.

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Ausgezeichnete Dissertation

Das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik gratuliert seiner ehemaligen Mitarbeiterin Dr. Ilona Vilaclara, die am Dienstag, 8. März, den Dissertationspreis der Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung erhalten hat. Die Auszeichnung wird für herausragende Doktorarbeiten vergeben, die einen wesentlichen wissenschaftlichen Beitrag zur Analyse und Weiterentwicklung des Sozialrechts leisten. Am 18. März wird Ilona Vilaclara zudem der Fakultätspreis der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen. Bereits im Januar nahm Vilaclara für ihre Dissertation „Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln – Ein deutsch-französischer Rechtsvergleich“ den Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen entgegen. Die von Prof. Ulrich Becker betreute Doktorarbeit ist in der Reihe "Studien aus dem Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik" (Nomos-Verlag) erschienen.

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40 Jahre Forschung über den Sozialstaat

Unter der Leitung von Hans F. Zacher nahm am 1. März 1976 die Max-Planck-Projektgruppe „internationales und vergleichendes Sozialrecht“ ihre Arbeit auf. Eine Handvoll Wissenschaftler begann damit, das brachliegende Feld der Sozialrechtsforschung zu bestellen. 1980 wurde die Projektgruppe in ein vollwertiges Max-Planck-Institut überführt.

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Die Potentiale von Zuwanderern

Dr. Christian Hunkler, Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, diskutierte auf einem Max-Planck Forum in Berlin die Integration von Flüchtlingen und stellte dabei das Projekt „Erhebung von Lebensläufen und Potenzialen der Schutzsuchenden, insbesondere aus Syrien" vor.

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EU-Kommissar würdigt die Arbeit von SHARE

Im Rahmen des jüngsten SHARE Meetings betonte Vytenis Andriukaiti, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die Bedeutung stichhaltiger Daten für die Gewinnung von Wissen über den demographischen Wandel, sowohl im internationalen Kontext als auch länderspezifisch. 

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